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Wildbienen oder Wespen bei dir zu Hause? So gehst du richtig vor

Du hast summende Besucher in deiner Wand, unter dem Dach oder im Garten entdeckt? Keine Panik! Als Imker am Neusiedler See bekomme ich diese Frage regelmäßig gestellt – und die Antwort ist fast immer: Ruhe bewahren. Denn in den meisten Fällen hast du es mit harmlosen und nützlichen Insekten zu tun, die unter Naturschutz stehen.

Auf dieser Seite erkläre ich dir, wie du Wildbienen, Honigbienen und Wespen unterscheidest, was du tun kannst – und was du auf keinen Fall tun solltest.

a wall with a bunch of different items on it
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Wer summt denn da? So unterscheidest du die Arten

Wildbienen (z. B. Mauerbienen, Sandbienen)

Wildbienen sind Einzelgängerinnen – sie leben nicht in Völkern und bilden keine Schwärme. Du erkennst sie an ihrem pelzigen Körper und ihrem friedlichen Verhalten. Sie nisten gerne in kleinen Löchern im Mauerwerk, in Ritzen, in sandigem Boden oder in Totholz.

Wildbienen stechen so gut wie nie. Ihr Stachel ist bei vielen Arten zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. Sie haben kein Volk zu verteidigen und sind daher absolut ungefährlich – auch für Kinder.

Gut zu wissen: In Österreich gibt es über 700 Wildbienenarten. Viele davon sind stark bedroht. Wenn du Wildbienen bei dir entdeckst, ist das ein gutes Zeichen – dein Umfeld bietet ihnen noch Lebensraum!

Honigbienen

Honigbienen erkennst du an ihren großen Schwärmen. Wenn im Frühling (Mai/Juni) plötzlich tausende Bienen an einem Ast, einer Hauswand oder einem Zaun hängen, ist das ein Bienenschwarm. Das sieht spektakulär aus, ist aber harmlos – der Schwarm bleibt meist nur wenige Stunden bis Tage und zieht dann weiter.

Mein Tipp: Ruf einen Imker in deiner Nähe an! Wenn du im Raum Neusiedler See oder Nordburgenland wohnst, kannst du auch mich kontaktieren. Ich bin ehrlich: Schwarmabholungen gehören nicht zu meinen Lieblingsaufgaben – aber ich lasse dich nicht im Stich, wenn du Hilfe brauchst. Die Kosten liegen je nach Zugänglichkeit und Aufwand bei durchschnittlich € 180,–. Ruf mich einfach an, dann besprechen wir die Situation: +43 699 170 54445 oder [email protected].

Wespen

Wespen sind schlanker als Bienen, haben eine auffällige „Wespentaille“ und leuchtend gelb-schwarze Streifen ohne Behaarung. Sie können mehrfach stechen und werden besonders im Spätsommer (ab Juli) lästig, wenn sie nach süßen Speisen und Getränken suchen.

Wichtig: Von den rund 700 Wespenarten im deutschsprachigen Raum sind nur zwei für uns am Kaffeetisch relevant – die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Alle anderen Wespenarten sind harmlos und meiden den Menschen.

Auch Wespen stehen unter Naturschutz! Das Zerstören von Nestern ohne behördliche Genehmigung ist in Österreich verboten und kann mit Geldstrafen geahndet werden.

a bunch of bees sitting on top of a metal pole

Was tun, wenn du ein Nest findest?

Schritt 1: Ruhe bewahren und beobachten

Die allermeisten Nester sind harmlos. Beobachte aus sicherer Entfernung (ca. 2–3 Meter): Wie viele Insekten fliegen ein und aus? Verhalten sie sich aggressiv? In den meisten Fällen gehen die Tiere ihren eigenen Aufgaben nach und ignorieren dich.

Schritt 2: Art bestimmen

Versuche herauszufinden, ob es sich um Wildbienen, Honigbienen oder Wespen handelt. Pelzig und ruhig? Wahrscheinlich Wildbienen. Große Traube an einem Ast? Ein Honigbienenschwarm. Schlanke, glatte Insekten mit auffälligem Gelb? Wespen. Im Zweifel mach ein Foto und schick es einem Imker oder Naturschutzverein – gerne auch mir.

Schritt 3: Handeln – oder besser nicht

Wildbienen-Nester: Lass sie unbedingt in Ruhe! Sie sind ungefährlich und stehen unter strengem Naturschutz. Die meisten Arten nisten nur wenige Wochen – danach ist das Nest leer.

Honigbienen-Schwärme: Kontaktiere einen lokalen Imker. Der Schwarm wird professionell und bienenfreundlich eingefangen.

Wespen-Nester: Wenn das Nest an einer ungefährlichen Stelle ist (z. B. im Gartenschuppen), lass es bis zum ersten Frost stehen – dann stirbt das Volk von alleine ab und das Nest wird im nächsten Jahr nicht wiederbesiedelt. Bei akuter Gefahr (z. B. direkt am Kinderzimmer-Fenster) kontaktiere einen professionellen Schädlingsbekämpfer oder die Gemeinde.

yellow and black road sign

Was du auf keinen Fall tun solltest

Versuche niemals, ein Nest selbst zu entfernen, mit Wasser auszuspritzen oder auszuräuchern. Das reizt die Tiere und führt fast immer zu Stichen. Außerdem verstoßt das Zerstören von Bienen- und Wespennestern in Österreich gegen das Naturschutzgesetz.

Verwende auch keine Insektensprays oder Fallen – diese töten wahllos auch geschützte Arten wie Wildbienen und Hummeln. In Wespenfallen landen zu 95 % Arten, die gar nicht lästig sind.

Warum Bienen und Wespen so wichtig sind

Ohne bestäubende Insekten gäbe es ein Drittel unserer Lebensmittel nicht. Hier am Neusiedler See erlebe ich das täglich: Meine Honigbienen bestäuben die berühmten Leithaberger Edelkirschen in der Kirschblütenregion rund um Jois, Purbach und Donnerskirchen. Ohne diese Bestäubung gäbe es keine Kirschen – und keinen Kirschblütenhonig.

Auch Wespen leisten einen wichtigen Beitrag: Sie jagen Schädlinge wie Blattläuse und Mücken und bestäuben zahlreiche Pflanzen. Eine Welt ohne Wespen wäre keine bessere Welt – im Gegenteil.

Wusstest du? In Österreich gibt es rund 400.000 Bienenvölker, betreut von ca. 32.000 Imkerinnen und Imkern. Trotzdem deckt die heimische Produktion nur 44 % unseres Honigbedarfs. Jedes Glas Honig, das du direkt beim Imker kaufst, unterstützt ein heimisches Bienenvolk.

a couple of bees sitting on top of a blue object

Du möchtest Bienen näher kennenlernen?

Statt Angst lieber Faszination! Bei meinen Bienen- und Honigerlebnisführungen in Jois am Neusiedler See zeige ich dir, wie ein Bienenvolk lebt, wie Honig entsteht und warum diese kleinen Tiere so wichtig für uns alle sind. Die Führung ist für alle geeignet – auch für Kinder und Menschen mit Bienenangst.

Mehr erfahren und Führung buchen → Link zu /honig-erlebnisfuhrungen

Oder entdecke unseren Honig aus dem UNESCO Naturpark Neusiedler See – schonend geschleudert, voller Enzyme und direkt vom Imker.

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woman climbing on ladder

Du brauchst Hilfe mit einem Bienenschwarm?

Wenn du im Raum Neusiedler See, Nordburgenland oder Umgebung einen Bienenschwarm entdeckst, ruf mich an. Ich sage es ganz offen: Schwarmabholungen mache ich nicht besonders gerne – es ist aufwendig, oft an schwer zugänglichen Stellen und nicht ganz ohne Risiko. Aber ich lasse niemanden mit dem Problem allein und helfe dir weiter oder vermittle einen Imker in deiner Nähe.

Die Kosten hängen vom Aufwand ab – wie gut ist der Schwarm erreichbar, wie hoch sitzt er, wie groß ist er? Im Durchschnitt liegt der Preis bei ca. € 180,–. Am besten rufst du mich kurz an, schilderst die Situation und wir finden gemeinsam eine Lösung.

Simon Tötschinger – Imker am Neusiedler See

📞 Telefon: +43 699 170 54445

📧 E-Mail: [email protected]

📍 Adresse: H. Weißweg 8, A-7093 Jois

two gray pencils on yellow surface

Mein persönlicher Tipp

Wildbienen und Honigbienen stellen in der Regel keine Gefahr für uns Menschen dar. Wenn von einem Nest keine akute Bedrohung ausgeht, würde ich empfehlen, es einfach in Ruhe zu lassen und den Winter abzuwarten. Oft lösen sich solche Nester über die kalte Jahreszeit von selbst auf.

Sollte dennoch eine Entfernung notwendig sein, ist dies in den Wintermonaten deutlich einfacher: Die Insekten sind dann geschwächt, wenig aktiv und kaum flugbereit, was das Vorgehen erheblich erleichtert.

Ich wünsche viel Erfolg – und vor allem die nötige Gelassenheit im Umgang mit diesem Problem, Natur. Denn wir brauchen bestäubende Insekten dringend: Ohne diese fleißigen kleinen Helfer gäbe es uns und unsere vielfältige Pflanzenwelt in dieser Form nicht.